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Dr. Martin Dieter Skalej

Dienstliche Adresse

Abteilung für Neuroradiologie
Radiologische Klinik der Universität Tübingen
Hoppe-Seyler-Straße 3
72076 Tübingen
Tel.: 07071 / 298 6024
E-Mail: martin.skalej@uni-tuebingen.de

Tabellarischer Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werdegang

  • Martin Dieter Skalej, geb. 18.03.60 in Alsenz, Rheinland-Pfalz
  • 6/ 1978:  Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife
  • 7/ 1978 - 2/ 1980 Ableistung des Wehrdienstes
  • 4/ 1980 - 6/ 1986 Studium der Humanmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
  • 1983 - 1986 Mitarbeit an wissenschaftlichen Projekten auf dem Gebiet der Kernspintomographie an der Deutschen Klinik für Diagnostik, Wiesbaden, im Rahmen der Promotionsarbeit.
  • 6/ 1986 Promotion mit dem Thema:"Differenzierung normaler und pathologischer cerebraler Strukturen mit Hilfe der Transversal-Relaxationszeit bei der Kernspintomographie" (magna cum laude).
  • 7/ 86 Gewährung eines Ausbildungsstipendiums der DFG zur Fortführung der Arbeiten auf dem Gebiet der Kernspintomographie am Medizinischen Strahleninstitut in Tübingen (Prof.Dr.Dr.hc. W. Frommhold).
  • ab 2/ 1987 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Medizinischen Strahleninstitut in Tübingen (Prof.Dr.Dr.hc. W. Frommhold) und Beginn der Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie.
  • ab 3/ 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung für Neuroradiologie (Prof. Dr. K. Voigt) der Radiologischen Klinik.
  • 3/ 1993 Erwerb der Anerkennung als Facharzt für Radiologie.
  • seit 1/1995 Oberarzt der Abteilung für Neuroradiologie der Radiologischen Klinik.
  • 7/ 1996 Erwerb der Zusatzbezeichnung Neuroradiologie.

Dezeitiger wissenschaftliche Schwerpunkte:

  • - Untersuchung des visuellen Kortex des Menschen mit funktionellen Methoden.
  • - Optimierung der Bildgebung zur Planung und Durchführung minimal-invasiver neurochirurgischer Eingriffe und stereotaktischer Bestrahlungen.
  • - Volumetrie des Gehirns und seiner Teilstrukturen.
  • - Entwicklung von computergestützten multimedialen Lern- und Lehrprogrammen:
    1. 1. NeuroAssistant - ein computerunterstützer neuroradiologischer Arbeitsplatz (Landesforschungsschwerpunkt Baden-Württemberg, gemeinsam mit Prof.Dr.Ing. W. Strasser, Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik, Universität Tübingen und Prof.Dr. U.Drews, Anatomisches Institut der Universität Tübingen).
    2. 2. Flexibles Referenzgehirn (BMBF-Projekt, gemeinsam mit Prof.Dr. U.Drews, Anatomisches Institut der Universität Tübingen und Prof.Dr.ing. W. Strasser, Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik, Universität Tübingen).
    3. 3. Murmel - multimediales Ausbildungssystem für die medizinische Lehre
      (Förderprogramm "Virtuelle Hochschule" des Landes Baden-Württemberg gemeinsam mit der Deutschen Telekom)

Wissensbasen in der Neuroradiologie am Beispiel der WWW-Projekte "NeuroAssistant" und "Murmel"

In der Medizin ist ebenso wie in vielen anderen Bereichen ein rasant zunehmender Umfang des Wissens zu verzeichnen. Symptomatisch ist die ebenfalls konstant zunehmende Anzahl von Publikationen, Zeitschriften und Büchern sowie auch wissenschaftlichen Kongressen, in denen das Wissen weltweit präsentiert wird. Als Ergebnis sind völlig neue Instrumente zur Erfassung, Verwaltung und Präsentation des Wissens erforderlich, da die herkömmlichen Medien (gedruckte Information) diesen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können. Eine weitere Konsequenz ist eine notwendige Reform des Medizinstudiums, da bei einerseits knappen Resourcen und andererseits hohen Studentenzahlen auch hier neue Wege der Wissensvermittlung eingeschlagen werden müssen. Durch die rapide Entwicklung auf vielen Teilgebieten der Medizin besteht darüber hinaus jedoch auch in immer größerem Umfang Bedarf an permanenter Aus- und Weiterbildung nicht nur für den Studenten, sondern auch für den bereits im Beruf tätigen Arzt. Hier muß besonders berücksichtigt werden, daß die notwendige Information (aktuelle Publikationen, neue Forschungsergebnisse) auch am Arbeitsplatz umfassend bereit gestellt und zugänglich sein müssen. Die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und die gleichzeitig zunehmende Spezialisierung vieler Fachdisziplinen führt außerdem dazu, daß spezielle Methoden nur noch an wenigen Zentren mit entsprechender Ausstattung praktiziert werden. Für kooperierende Kliniken und niedergelassene Ärzte werden effiziente Kommunikationsstrukturen zum Zentrum unentbehrlich, um sich über Indikationsstellung, Diagnostik und Behandlungsrichtlinien aktuell informieren zu können.

Gleichzeitig werden in Diagnostik und Therapie immer häufiger multimediale Techniken eingesetzt: Minimal-invasive, endoskopische Methoden mit Video-Dokumentation und computergraphische Simulationen endoskopischer Eingriffe, Rechner-gestützte stereotaktische Biopsie und Bestrahlung, digitale, bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanz-Tomographie, digitale optische Archivierung bis hin zur elektronischen Krankenakte. Die adäquate Nutzung dieser Methoden erfordert jedoch auch eine bisher nicht geübte Aus- und Weiterbildung im Bereich multimedialer Methoden, um eine größtmögliche Effizienz zu erreichen.

Dieser Situation und den sich daraus ergebenden Konsequenzen wurde in der Abteilung für Neuroradiologie der Universität Tübingen durch die Planung und teilweise bereits erfolgte Realisierung von 2 WWW-fähigen Datenbanksystemen Rechnung getragen. Im Projekt "Murmel" (Multimediales Ausbildungssystem für die Medizinische Lehre) sollen exemplarisch auf dem Gebiet der Neurowissenschaften, Inhalte des Studiums der Humanmedizin in Form eines virtuellen Hochschulstudiums realisiert werden Dabei soll ein breites Spektrum multimedialer Methoden zum Einsatz kommen soll, so daß die Möglichkeiten herkömmlicher gedruckter Medien bei der Wissensrepräsentation und Verwaltung bei weitem übertroffen werden können. Das teilweise bereits realisierte Projekt "NeuroAssistant" wendet sich hingegen an bereits im Beruf tätige Ärzte, die sich in der Weiterbildung zum Neuroradiologen befinden. Auch hier soll über eine WWW-fähige Datenbank Wissen permanent aktualisiert, verwaltet und in einer auch im klinischen Alltag nutzbaren Form am Arbeitsplatz präsentiert werden. Die beiden Systeme werden vorgestellt und die jeweils gewählten Methoden der technischen Realisierung im Hinblick auf die eingangs geschilderte Situation und die daraus abgeleiteten Anforderungen diskutiert.

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