Prof. Dr. K. Pommerening wurde in Mathematik promoviert und
habilitierte sich auch in diesem Fach. Er ist seit 1987 Leiter des
Bereichs Medizinische Informatik
am Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation der
Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Er ist Vorsitzender der
Arbeitsgruppe "Datenschutz in Gesundheitsinforamtionssystemen" der
Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemologie
(GMDS).
Informationsverarbeitende Systeme werden immer mehr miteinander vernetzt, lokal
und global. Dadurch werden neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung
der medizinischen Versorgung geschaffen. Aber auch Probleme dieser Technik
werden immer deutlicher. Die Medizin mit ihren besonders hohen
Datenschutzanforderungen, der ärztlichen Schweigepflicht und dem
Anspruch, Schaden vom Patienten fernzuhalten, ist hier besonders betroffen.
Wir müssen uns fragen: Sind die Daten sicher vor Unbefugten? Welche
Gefahren drohen vom Internet? Was kann passieren, wenn an einen Rechner im
Krankenhaus oder in der Arztpraxis ein Modem gestöpselt wird? Ist
Fernwartung medizinischer Informationssysteme zulässig. Gefährlich?
Wissen wir noch welche Informationen wir wirklich aus der Hand geben?
Was die Systeme, denen wir unsere Daten anvertrauen, wirklich mit
diesen machen? Der Vortrag wird die organisatorischen udn technischen
Anforderungen behandeln, die zur Sicherung des Datenschutzes im
Gesundheitswesen zu erfüllen sind.
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