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98/11 - Trierer Telemedizin SymposiumDas Institut für Telematik veranstaltete am 8. und 9. Oktober 1998 das Trierer Telemedizin Symposium. Thema der Veranstaltung war Internet-Technologie im Gesundheitswesen. Mit dieser Veranstaltung wollte das Institut ein Forum schaffen, das Vertetern aus Forschung und Entwicklung und medizinischen Praktikern die Möglichkeit bietet, sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Telemedizin zu informieren und diese miteinander zu diskutieren. Der Schwerpunkt des Symposium lag auf der Bedeutung der Internet-Technologie für die Telemedizin. Dabei sollten auch die Risiken und Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Vernetzung medizinscher Institutionen diskutiert werden. Die große Zahl der über 50 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands, aus Luxembourg und den Niederlanden und die angeregten Diskussionen nach den Vorträgen und in den Pausen zeigte, daß dieses Ziel erreicht wurde. TeilnehmerUnter den Teilnehmern waren Ärzte, Verteter der Ärztekammern, Vertreter von Krankenhausträgern, Mitarbeiter medizinischer Forschungseinrichtungen, Vertreter der kassenärztlichen Vereinigungen, Vertreter verschiedener Unternehmen aus dem Bereich der Medizintechnik, Vertreter von Forschungszentren und politische Entscheidungsträger aus dem Bundesminsterium für Gesundheit und verschiedenen Landesministerien aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Würtenberg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen u.a. Referenten des SymposiumsIm Rahmen des Symposiums wurden zwölf Vorträge aus drei Themenbereichen angeboten. Im Anschluß an die Vorträge und in den Pausen fanden angeregte Diskussionen zu den präsentierten Themen statt. Die Referenten waren der Leiter der Projektgruppe Krankenhausinformationssysteme der GMDS Prof. Dr. K. Kuhn, Dipl. Inform. J. Sembritzki vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, der Vorsitzende der Arbeitsgruppe "Datenschutz in Gesundheitsinformationssystemen" der GMDS, Prof. Dr. K. Pommerening, der Generalsekretär der "Association des Médecins et Médecins-Dentists" in Luxembourg Dr. D. Mart, Prof. Dr. J. Dudeck von der Justus-Liebig-Universität Gießen, Dr. U. Engelmann von Steinbeis Transferzentrum Medizinische Informatik in Heidelberg, Dr. G. Mann von der GSF, München, und Dr. M. Skalej von der Radiologischen Klinik der Universität Tübingen. Vom Institut für Telematik trugen Dipl. Inform. C. Schröter über eine Studie zur internetbasierten Arztbriefschreibung, Dr. S. Hludov über ein Java-basiertes PACS und Dr. S. Müller über "Digitale Signaturen im Gesundheitswesen" vor. Am Abend des ersten Tages des Symposiums stellte das Institut sein neu eröffnetes Trust Center vor. Hier werden Schlüsselpaare zum digitalen Signieren von Dokumenten auf einer Chipkarte erzeugt und zertifiziert. Herr Dr. G. Dietzel vom Bundesgesundheitsministerium referierte über die Aktivitäten in der Arbeitsgruppe Gesundheit im Forum Info 2000 und Prof. Dr. Gersonde vom Fraunhofer Institut IBMT in St. Ingbert stellte den Verein Initiative Gesundheitstelematik Deutschland e.V. vor. Programm des SymposiumsDas Programm des Symposiums hatte drei Schwerpunktthemen: Informationssystem im Krankenhaus, Sicherer Datenaustausch im Gesundheitswesen und Wissensbasierte Systeme. Im Gesundheitswesen wird eine Flut von Daten produziert und ausgetauscht. Das sind beispielsweise patientenbezogene Informationen, Untersuchungsergebnisse und Abrechnungsdaten. Diese große Datenmenge kann nur noch mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnik beherrscht werden. Krankenhausinformationssysteme sind EDV-Systeme, die die Kommunikation und die Verwaltung von Daten im Krankenhaus erleichtern. Sie sollen patientenbezogene Daten dort verfügbar machen wo sich benötigt werden, die Abrechnung mit den Kostenträgern ermöglichen und die Erstellung von Berichten beziehungsweise Arztbriefen erleichtern. Die Kommunikation von lebenswichtigen, patientenbezogenen Daten im Krankenhaus stellt hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit, die Vertraulichkeit, die Verbindlichkeit und die Integrität der Daten. Die patientenbezogene Daten dürfen von Unbefugten nicht eingesehen werden. Lebenswichtige Daten müssen vor unbefugter oder irrtümlicher Manipulation geschützt werden. Die Urheber von Eintragungen oder Anweisungen in medizinische EDV-Systeme müssen verbindlich feststellbar sein. Lebenswichtige Informationen müssen verfügbar sein. Im zweiten Vortragsblock des Symposiums wurden die Probleme beschrieben und gezeigt, wie sie mittels kryptographischer Verfahren gelöst werden können. Wissen kann Datenbanken gespeichert werden, um bei der Erstellung von Diagnosen verwendet zu werden, um Maßnahmen zu überwachen und um die Ausbildung von medizinischem Personal zu unterstützen. Das dritte Schwerpunktthema des Symposiums waren wissensbasierte Systeme. Diese konservieren Fachwissen, das aufgrund seiner Fülle für den einzelnen nicht mehr überschaubar ist. Weiterhin können wissensbasierte Systeme Fachwissen aufbereiten und zugreifbar machen. "Weitere Informationen:"
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