Lock-Keeper
Das Internet hat sich inzwischen zu einem gigantischen
Kommunikationsmedium entwickelt, und längst haben kommerzielle
Unternehmen, darunter Dienstleister, Industrie und Handel, die
Möglichkeiten des neuen Mediums erkannt. Allerdings wachsen mit den
Chancen des Netzes auch seine Risiken. Nicht allein unberechtigte,
räuberische Zugriffe auf das Firmennetz sind abzuwehren, auch
unbeabsichtigte Preisgabe sensibler Daten, Kunden-, Personal- oder
Unternehmensinformationen müssen geschützt werden und dürfen „von außen“
nicht einzusehen sein.
Das Institut für Telematik hat dazu ein technisches Konzept für
„Lock-Keeper“ vorgestellt, das mit geringem Kon-figurationsaufwand
höchste Sicherheitsvorgaben erfüllt. Die Funktionsweise dieser
Lock-Keeper entspricht dabei dem Passieren einer Schleuse: Zu keinem
Zeitpunkt besteht eine direkte Verbindung zwischen Intranet und
In-ternet, sondern je nach Zustand der „Schleusentore“ findet der
Informationsaustausch nur jeweils mit einer Seite der
Kommunikationspartner statt. Der entscheidende Sicherheitsvorteil
gegenüber klassischen Firewalls besteht darin, daß eine physikalische
Trennung zwischen den Verbindungen der „Schleusentore“ stattfindet.
Anders als bei jeder Art von „Software-Schutz“ gibt es keine
Möglichkeit, das Lock-Keeper-Konzept programmiertechnisch zu
durchbrechen.
[zurück]